Tipps

Der Boden:
Neben der Beleuchtung und Luftfeuchtigkeit ist die Bodenbeschaffenheit das Wichtigste für ein gutes Gedeihen der Pflanzen. In Baumärkten und Gärtnereien gibt es bereits viele Fertigmischungen, die meistens nicht gerade preiswert sind. Als Alternative und auch um flexibler auf die Bedürfnisse der Pflanzen eingehen zu können, mische ich selbst.
Was wird benötigt?
1. einfache Blumenerde in guter Qualität
2. Perlite gibt es z.B. bei Hornbach 100 liter für ca 12€
3. Tongranulat Seramis
4. Humus
5. Sand, am besten soll Flußsand sein
6. Lehm (habe ich bisher noch nicht eingesetzt, da ich noch keinen habe)
7. torffreie Erde
8. Kokohum
Wie wird gemischt?
Das Mischungsverhältniss hängt natürlich von der einzelnen Pflanze ab und daher werde ich hier nicht ins Detail gehen, sondern nur Grundsätzliches erwähnen.
Hauptbestandteil ist meistens Blumenerde die mit Perliten und oder Tongranulat aufgebessert wird.
Perlite nehmen mehr Wasser als Tongranulat auf und geben es auch schneller wieder ab. Der Boden wird durch beide Bestandteile besser durchlüftet. Perlite sind wesentlich leichter als Tongranulat und schon aus dem Grund als Deckschicht nicht ganz ideal.
Die Deckschicht ist vor allem ein kleiner Schutz gegen lästige Flieger. Seramis ist ideal als Deckschicht, aber sehr teuer. Sand ist nur bei Pflanzen mit geringem Wasserbedarf als Deckschicht geeignet, ansonsten besteht Erstickungsgefahr.
Nährstoffhungrige Pflanzen bekommen noch zusätzlich etwas Humus oder anstatt Blumenerde Humus.
Einige Pflanzen brauchen torffreie Erde.
Der Topf:
Auch bei der Auswahl des Topfes ist die Pflanze entscheident.
a) Flachwurzler
b) Tiefwurzler
Allgemein sollte man den Topf nicht zu groß wählen und erst umtopfen wenn die Erde gut durchwurzelt ist.
Um Staunässe zu vermeiden, füllt man zuerst etwas Tongranulat oder Perlite in den Topf, dann die selbstgemischte Erde und zum Schluß noch eine Deckschicht z.B. mit Tongranulat.
Große Töpfe sind teuer, aber man kann sie auch günstiger selbst gestalten:
10 liter Eimer mit alten Blumentöpfen (verkehrt rum auf den Boden des Eimers stellen) bestücken und mit Perlite auffüllen.  Einer alte Plastikflasche wird der Boden abgesägt. Sie wird mit dem Mundstück in die Perlite gesetzt. Danach gemischtes Substrat einfüllen und bepflanzen. Die Deckschicht nicht vergessen!
Natürlich kann man auch noch einen Wasserstandsanzeiger in so einen Topf einbauen.
Bewährte Schädlingsabwehrmaßnahmen:
-tägliche Kontrolle
-befallene Pflanzen isolieren, wenn möglich in Frischhaltefolie einpacken (Schimmelgefahr!)
-Vorsorge durch Deckschicht
-beim Gießen Staunässe vermeiden, besser öfter gießen,als zuviel auf einmal
-Abwaschen mit Seifenlauge bei Befall
-alle 1-2 Tage abduschen mit lauwarmen Wasser
-gegen Trauermückenlarven wirksam ist ein Mittel gegen Stechmücken von Neudorff auf bakterieller Basis
Wie bekomme ich Samen zum Keimen?
Auch hier gilt es zu unterscheiden:
a) nach dem Zweck
b) nach der Sorte  
Es gibt also kein Patentrezept fürs Keimen. Wenn ich Sprossen zum Verzehr haben möchte, ist die Keimung im Glas ideal. Die Methode ist etwas aufwendiger als wenn man Samen im Substrat zum Keimen bringt, aber man spart beim Reinigen wieder viel Zeit. Bei einigen Sorten ist mir nur im Glas die Keimung gelungen.
Will ich Pflanzen länger wachsen lassen, bekommen sie von Anfang an ein Substrat. Im Gewächshaus haben sich die Perlite zur Anzucht bewährt, ansonsten kann auch Kokohum, eine eigene Mischung oder teure Anzuchterde genutzt werden. Beachten muss man auch ob die Pflanze Dunkel- oder Lichtkeimer ist und entsprechend die Samen plazieren. Zu Feucht kann schnell zu Schimmel führen, also ist auch der indivduelle Wasserbedarf zu beachten.